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Publikationsreihe IKP

  • Linzer Beiträge zur Kunstwissenschaft und Philosophie, Bielefeld: transcript 2008ff.

Editorialtext:
Philosophie und Kunst haben eine gemeinsame Geschichte und bleiben, so sehr sie sich auch voneinander unterscheiden, zumindest im Abendland stets aufeinander verwiesen. Von Anfang an sind Fragen der Darstellung, ob in Sprache, Schrift oder Bild, Gegenstand der philosophischen Erörterung gewesen, wie umgekehrt die Kunst ihrerseits, ausdrücklich oder nicht, stets philosophische Probleme reflektiert. Wurde von der Philosophie gesagt, sie sei „ihre Zeit in Gedanken erfasst“ (Hegel), so ließe sich von der Kunst sagen, sie sei ihre Zeit in Bilder gefasst. Seit im 20. Jahrhundert Selbstreflexion und theoretische Diskurse zu zentralen Bestandteilen des Kunstwerks wurden, ist die Beziehung zwischen Kunst und Philosophie noch wesentlich enger geworden, als dies in vergangenen Jahrhunderten der Fall war.

Herausgeber:
Michael Hofer, Mag. theol, Dr. phil., geb. 1966; Professor für Philosophie am IKP der Kath.-Theol. Privatuniversität Linz; Forschungsschwerpunkte: Hermeneutik, Erkenntnistheorie, Deutscher Idealismus, Theorien der Subjektivität.
Monika Leisch-Kiesl, Dr. theol., Dr. phil., geb. 1960; Professorin für Kunstwissenschaft und Ästhetik am IKP der Kath.-Theol. Privatuniversität Linz; Forschungsschwerpunkte: Buchmalerei, Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart, Kunsttheorie.

Wissenschaftlicher Beirat:
Artur Boelderl, LinzLudwig Nagl, Wien
Birgit Recki, Hamburg
Sigrid Schade, Zürich
Anselm Wagner, Graz

Bd. 1: Evidenz und Täuschung. Stellenwert, Wirkung und Kritik von Bildern

Wir sind von Bildern stets umgeben und machen mannigfachen Gebrauch von ihnen. Sie sind in Alltag und Wissenschaft nicht nur selbstverständlich, sondern haben einen hohen Stellenwert: Wer Bilder zeigen kann, meint Gewissheit zu haben. Aber kann man Bildern glauben? Ein tiefes Misstrauen gegenüber Bildern durchzieht die abendländische Kultur- und Geistesgeschichte: Sind es nicht Trugbilder, die mit der Wirklichkeit vertauscht werden?
Stellenwert, Wirkung und Kritik von Bildern stehen im Mittelpunkt dieses Bandes. Die Beiträge aus unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen stellen die Vielfalt und Brisanz des Themas eindrücklich unter Beweis.
Mit Beiträgen von Thomas Macho, Gerhard Fröhlich, Petra Velten, Franz Hubmann, Peter Revers, Monika Leisch-Kiesl, Michael Hofer und Karin Bruns.

Bd. 2: Guy van Kerckhoven, Epiphanie. Reine Erscheinung und Ethos ohne Kategorie

»Die Freiheit zum anderen unterscheidet die Menschen.« (H. Lipps)
Die in diesem Essay unternommene Analyse der einzigartigen Epiphanie, in der menschliche Existenz »in die Erscheinung tritt«, führt von der Unscheinbarkeit der Sicht, der Anmut des Gesichts, der Entschiedenheit des frontalen Blicks bis zur Wehrlosigkeit des Antlitzes. In Auseinandersetzung mit erscheinungsphilosophischen Beiträgen von G.W.F. Hegel, H. Barth, H. Lipps und E. Levinas nähert sie sich dem von der Existenzialanalytik bisher verdunkelten »Konvergenzpunkt« von existenzieller und christologischer Erkenntnis. Der in der Epiphanie vernommene deontologische Anspruch tritt in den Lichtkreis einer ethischen Verhaltenheit, die sich der kategorialen Bestimmung entzieht und die Bedeutung des vinculum fidei et amoris für eine verbindliche Existenzform des Menschen sichtbar macht.

Bd. 3: Michael Hofer (Hg.), Über uns Menschen. Philosophische Selbstvergewisserungen

Auch wenn der Mensch zunehmend mehr von sich weiß, heißt das nicht, dass er sich besser versteht. Wer bin ich? – Ein Mensch. Aber: Was ist damit gesagt? Jeder und jede sieht sich vor solche Fragen gestellt. Philosophie beginnt mit jedem Menschen von neuem.
Die Beiträge in diesem Band erörtern Begriffe und Themen, die für eine Selbstvergewisserung von uns Menschen relevant und – im besten Sinne des Wortes – fragwürdig sind: »Evolution«, »Kultur«, »Gesundheit, Krankheit, Tod«, »Freiheit«, »das Absolute« und »Kunst«. Zwei Fragerichtungen werden dabei verfolgt: Was ist unter dem jeweiligen Begriff zu verstehen? Und: Welche Bedeutung hat das Themenfeld für uns Menschen?

Bd. 4: Monika Leisch-Kiesl/ Johanna Schwanberg (Hg.), Was spricht das Bild? Gegenwartskunst und Wissenschaft im Dialog

Kunst und Wissenschaft im Dialog: Wie begegnet Gegenwartskunst aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und welche Impulse gibt sie für wissenschaftliche Bearbeitungen? Welche Denkprozesse und Dialoge können Fotos, Installationen oder Skulpturen initiieren? Welche Assoziationen löst das Aquarell einer sezierten Plastikblume bei einem Philosophen aus? Was verbindet ein Theologe mit einer Druckgrafikserie von Lebensmittel-Unterflächen? Und mit welchen Theorien verknüpft eine Kulturwissenschaftlerin ein Video-Projekt über das kriegserschütterte Sarajevo?

Neunzehn medial wie inhaltlich ganz unterschiedliche künstlerische Positionen regen zu Diskussionen darüber an, was Gegenwartskunst zu jahrtausendealten, genauso aber zu hoch aktuellen Fragen beitragen kann. Der Text-Bild-Band zeigt, wie bildende Künstler/-innen und Theoretiker/-innen verschiedener Disziplinen oft dieselben Themen umkreisen. Das Aufeinandertreffen von Kunst und Wissenschaft bildet ein inspirierendes Gefüge aus Beobachtungen und Reflexionen. 

Einzelpublikationen

  • Leisch-Kiesl, Monika/ Sauer, Hanjo: Religion und Ästhetik bei Ingmar Bergman und Luis Buñuel (Linzer Philosophisch-Theologische Beiträge 12), Frankfurt/M 2005. Nähere Infos
  • Leisch-Kiesl, Monika/ Freilinger, Christoph/ Rath, Jürgen (Hg.), Altarraum als Gemeinderaum. Umgestaltung bestehender Kirchen, Linz 2004. Nähere Infos
  • Leisch-Kiesl, Monika/ Schwanberg, Johanna (Hg.), nexus. Künstlerische Interventionen im Stadtraum, Wien/ New York 1999
  • Expression und Meditation. Sammlung Rombold. Ausstellung und Katalog von Peter Baum und Günter Rombold, Neue Galerie der Stadt Linz 1999


 

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