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KTU feiert den 70. Geburtstag von Bischof Ludwig Schwarz | Drucken |
Die Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz lud am 8. Juni 2010 zu einer Akademischen Feierstunde anlässlich des 70. Geburtstages von Bischof Dr. Ludwig Schwarz ein, der als Magnus Cancellarius der Privatuniversität vorsteht.

Universitätsrektor Dr. Michael Rosenberger würdigte in seinen Worten das „große Wohlwollen und Vertrauen und die stete Hilfsbereitschaft“, die Bischof Schwarz der Privatuniversität entgegenbringt.
 
Die ProfessorInnen Dr. Christoph Niemand, Dr. Günther Wassilowsky und Dr.in Hildegard Wustmans überreichten einen symbolischen akademischen Blumenstrauß, indem sie in ihren Vorträgen Themen aufgriffen, die dem Jubilar als Professor für klassische und christliche Literatur, als Salesianerprovinzial, als Missiodirektor und als Weih- und Diözesanbischof wichtig geworden sind. 

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 V.l.: Univ.Prof. Dr. Günther Wassilowsky, Rektor Dr. Michael Rosenberger, Bischof Dr. Ludwig Schwarz, Univ.Prof.in. Dr.in Hildegard Wustmans, Univ.Prof. Dr. Christoph Niemand, LH Dr. Josef Pühringer.

Der Neutestamentler Christoph Niemand nahm die Dissertation über die„Disputatio contra Fortunatum Manichaeum“ des Augustinus von Hippo von Bischof Ludwig Schwarz zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen. Ausgehend vom umstrittenen Satz des Augustinus: „Ich würde nicht an das Evangelium glauben, wenn mich nicht die Autorität der katholischen Kirche dazu bewegen würde“, geht Niemand der Bedeutung des Wortes „Autorität“ nach und hält fest, dass damit die innere Qualität und Authentizität einer Persönlichkeit gemeint ist. Augustinus hat zum christlichen Glauben gefunden, weil er ihm von Christen in authentischer Weise bezeugt und zugänglich gemacht wurde. „So verstandene ‚Auctoritas’ ermöglicht freie Entscheidung, weil sie in ihr die Sache selbst, für die jemand steht, zeigt“.

Günther Wassilowsky sprach in seinem Vortrag „Zur Theologie christlicher Archäologie“ über die Bedeutung der Katakomben für die Katholische Kirche in der Zeit der Gegenreformation. So ist es einhellige Meinung der Kirchenhistoriker, dass die Wissenschaft der Christlichen Archäologie in Rom zu dieser Zeit entstanden ist. „Die Wissenschaft der christlichen Archäologie war in erster Linie eine apologetische Wissenschaft“, die den Anliegen der Gegenreformation zu dienen hatte. Wassilowsky nannte aber noch eine zweite Wurzel für die Entstehung einer christlichen Archäologie: Das pure Interesse an der Geschichte der jungen Kirche, das auf dem Nährboden einer humanistischen Hochschätzung der Antike entstand und die Sehnsucht nach einer grundlegenden Reform der alten Kirche aus dem Geist der frühen ChristInnen nährte.

Hildegard Wustmans referierte über die missionarische Dimension der Kirche. In ihrem Vortrag „Missionarisch Kirche sein - Auf der Suche nach neuen Wegen zur Autorität des Glaubens“ hob sie den Perspektivenwechsel hervor, den das II. Vatikanum mit Bezug auf das Thema Mission brachte. Mission als Aufgabe für die ganze Kirche, als Austausch zwischen gleichberechtigten PartnerInnen und als Bekehrung zu den Armen sind wesentliche Meilensteine dieses Perspektivenwechsels.

Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgt der Chor E medio cantus, unter der Leitung von Tobias Chizzali.


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Die von Professor Franz Hubmann gestaltete Geburtstagstorte mit dem Leitspruch des Bischofs "Servite domino in laetitia".

6schwarz05_klhpDiözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz feierte am 4. Juni 2010 seinen 70. Geburtstag. Er wurde in Bratislava geboren und wuchs in Wien auf. Er trat in den Orden der Salesianer Don Boscos ein und empfing 1964 die Priesterweihe. Ludwig Schwarz studierte in Wien Klassische Philologie und Archäologie und promovierte 1970 zum Doktor der Philosophie. Anschließend war er Rektor des Interdiözesanen Seminars in Horn und Provinzialvikar der Österreichischen Salesianerprovinz. 1984 wechselte P. Ludwig Schwarz an die Päpstliche Salesianeruniversität in Rom wo er bis 1999 tätig war. Von 1999 bis 2005 war Schwarz Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Wien. 2001 ernannte ihn der Papst zum Weihbischof von Wien, seit 18. September 2005 ist Ludwig Schwarz Diözesanbischof von Linz. 

9.6..2010/ha/he

 

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