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"no replastering, the structure is rotten"
Im Sommersemester 2013 präsentiert Oliver Ressler im Rahmen der Ausstellungsreihe "Im Vorbeigehen" die im Auftrag des IKP für den Hörsaal 1 der KTU Linz entwickelte Arbeit „no replastering, the structure is rotten“. Der sich über zwei Wände des Hörsaals erstreckende Wandtext zitiert einen Slogan vom Mai 1968. Die der Schrift zugrundeliegende großformatige Fotografie lässt Pflastersteine erkennen, die im Zuge sozialer Kämpfe für ein selbstbestimmtes Leben aus der Straße gerissen wurden.
Oliver Resslers Installationen, Arbeiten im Außenraum und Filme sowie von ihm kuratierte Ausstellungen rekurrieren auf Themen wie Ökonomie, Demokratie, Rassismus – darin zugleich aber auf Widerstandsformen und gesellschaftliche Alternativen. Resslers Position ist dabei immer parteiisch, die Grenzen zwischen Kunst und Aktivismus verschwimmen.
Wie andere KünstlerInnen, die es darauf abgesehen haben, sich direkt in die politische Sphäre einzubringen, behandelt Ressler die Ästhetik praktisch, als eine Reihe von Werkzeugen, mit denen man einen Job erledigt. Zu diesem Zweck besteht seine Arbeit einmal aus Postern und Videos, ein anderes Mal bezieht sie architektonisch kontingente visuelle Elemente mit ein oder sie benutzt organisatorische oder pädagogische Situationen, um öffentliche Diskussionen und Debatten auszulösen. [...] Resslers Anspruch, sich zwischen verschiedenen, Fiktion und Nicht-Fiktion verbindenden Räumen hin und her zu bewegen, hebt die Gefahr hervor, die KünstlerInnen für die Ordnung der Dinge darstellen können. (Gregory Sholette)
Im Vorbeigehen II/4
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