KATHOLISCH-THEOLOGISCHEPRIVATUNIVERSITÄT

    

  

  

 

 

 

 

 

   

Die Vorgeschichte

25 Jahre Theologische Fakultät

  

Die Vorgeschichte

Bereits seit dem Studienjahr 1672/73 wurden in Linz einzelne theologische Disziplinen vorgetragen.1674 verlieh Kaiser Leopold I. der Hohen Schule in Linz sogar das Graduierungsrecht, wovon die Jesuiten allerdings keinen Gebrauch machten.

Nach einer Unterbrechung  von zehn Jahren - die Kandidaten der Theologie mussten von 1783 bis 1793 ihr Studium im Wiener Generalseminar absolvieren - wurde in Linz die k. k. Studienanstalt für Theologie wiedererrichtet. 1806 konnte das neue Seminar (Harrachstrasse 7) eröffnet werden (bisher Domgasse 6). 1853 verlegte Bischof Franz Joseph Rudigier die seit 1850 kirchliche Lehranstalt in das Priesterseminar (vorher: im ehemaligen Garstener Stiftshaus, Pfarrplatz 17).

In der NS-Zeit musste das Gebäude des Seminars militärischen Zwecken zur Verfügung gestellt werden, und Lehranstalt und Seminar übersiedelten in Räume des Stiftes Wilhering (1939-1943) und 1944 in das Kloster der Oblatinnen (Urfahr, Kapellenstraße 8). Sofort nach Kriegsende erfolgte die Rückverlegung von Seminar und Hochschule in die Harrachstrasse.

Im Zuge der Errichtung der Johannes-Kepler-Universität (1966) bemühte man sich um die staatliche Verleihung des Fakultätsranges für die Phil.-theol. Diözesanlehranstalt in Linz. Ab 1970 wurden die Bemühungen in dieser Frage verstärkt fortgesetzt, führten aber zu keinem Erfolg. Mit Zustimmung der Österreichischen Bischofskonferenz vom 1. Juli 1971 und nach Rücksprache mit den zuständigen staatlichen Stellen führte die ehemalige Philosophisch-theologische Lehranstalt seit 1. September 1971 den Namen "Philosophisch-theologische Hochschule der Diözese Linz".

Nach dem von der Österreichischen Bischofskonferenz eingeholten Votum (1976) wurden Verhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium und Rom aufgenommen, die das Ziel hatten, die Errichtung einer päpstlichen Fakultät anzustreben. Die Bemühungen führten zum Ziel, das römische Errichtungsdekret trägt das Datum vom 25. Dezember 1978, doch wurde die Fakultät zunächst nur "ad experimentum" auf fünf Jahre bestätigt.

Dr. Johannes Ebner, Katholisch-theologische Hochschule Linz. Die Fakultät päpstlichen Rechts wird auf Dauer errichtet (15. November 1988). Eine Dokumentation, in: Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz 7 (1991/92), 122-128, 122f)

Die Fakultätserhebungsfeier fand am 15. November 1979 in den Räumen der Hochschule in der Harrachstrasse statt.

 

 

Bild li: Rektor Dr. Wilhelm Zauner, Gesandter Dr. Mario Peressin

Bundespräsident Dr. Kirchschläger besichtigt die Bibliothek. li von ihm: Rektor Zauner, Prof. Hollerweger. re von ihm: Weihbischof Wagner, Prorektor Zinnhobler

Festgäste: 1. Reihe von li: Dr. Peressin, Diözesanbischof DDr. Zauner, Bundespräsident Dr. Kirchschläger, Landeshauptmann Dr. Ratzenböck. 

Von der Theologischen Fakultät zur Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz

Die Jahre 1978 bis 2003

Aufgrund der Wünsche der Kongregation für das Katholische Bildungswesen wurden von der Diözese Linz große Anstrengungen unternommen, um der 1978 in den Rang einer päpstlichen Fakultät erhobenen Theologischen Hochschule bessere Arbeitsbedingungen für Forschung und Lehre zu bieten.

1981/82 wurden das ehemalige Gerhardingerhaus in der Bethlehemstraße und die Nachbarliegenschaft erworben und mit beachtlichem Aufwand für die Bedürfnisse einer Hochschule umgebaut. Ein Institutsgebäude mit Hörsälen und eine Bibliothek wurden errichtet. Mit Beginn des Studienjahres 1988/89 konnte die Hochschule, die bisher im Gebäude des Priesterseminars untergebracht war, die neuen Räumlichkeiten beziehen. Mit diesem Neubau fanden die theologischen Studien einen Ort, der den Anliegen der Fakultät visuell Ausdruck verlieh. Wie die Universität den Dialog zwischen traditionsreicher Geschichte und Fragen der Gegenwart fördert, verkörpert das Haus eine subtile architektonische Verschränkung aus einem alten Barockbau und einem Gebäude der 1980er Jahre.

Die festliche Eröffnung des neuen Fakultätsgebäudes fand am 15. November 1988, also vor genau 15 Jahren, statt. Zur großen Freude der Diözese, insbesondere der Lehrenden und Studierenden, wurde mit diesem Tag die Theologische Fakultät päpstlichen Rechts auf Dauer errichtet. (Dr. Johannes Ebner, siehe oben)

Höhepunkt der Geschichte

Entsprechend dem 1999 beschlossenen Universitäten-Akkreditierungs- gesetz, welches die Errichtung von Privatunis ermöglichte, wurde die Katholisch-Theologische Hochschule in Linz mit ihrer Akkreditierung als erste Privatuniversität Österreichs im Juli 2000 schließlich auch innerstaatlich zu einem der Johannes-Kepler-Universität und der Kunstuniversität Linz gleichrangigen akademischen Zentrum.

Festgäste von links nach rechts: Diözesanbischof Dr. Maximilian Aichern, Kurienerzbischof Dr. Alois Wagner, Zenon Kardinal Grocholewski, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Nuntius Erzbischof DDr. Donato Squicciarini, Altlandeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck, Superintendent Mag. Hansjörg Eichmeyer, Landeshauptmann-Stellvertreter Dipl. Ing. Erich Haider.

Über die Zulassung als Privatuniversität entschied ein Akkreditierungsrat, oberste Kriterien waren - neben der adäquaten Ausstattung - die Qualität von Forschung und Lehre. 

Eine derzeit laufende Studienreform mit einer stärkeren Akzentuierung in einzelnen Schwerpunktbereichen wie Bibelwissenschaften, Wirtschaft - Ethik - Gesellschaft, Kunstwissenschaft und Philosophie trägt diesem Anspruch Rechnung.

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